Herzlich Willkommen auf der Homepage der Kreismusikschule

Liebe Besucher*innen,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Musikschule des Landkreises den Unterrichtsbetrieb im Einzelunterricht zum 11.5.2020 wieder aufnehmen darf.

Bei Fragen zum Unterricht und zur Vereinbarung vom Schnupperstunden wenden Sie Sich bitte an das Sekrtariat.

Unter der Rubrik "Neuigkeiten" steht Ihnen unser Hygienekonzept als pdf-Dokument zur Einsicht bereit

Es finden bis auf Weiteres leider keine öffentlichen Veranstaltungen statt.

Das Anmelde- und Rückmeldeformular sowie die aktuelle Gebührensatzung steht wie gewohnt unter "Gebühren und Anmeldung" zur Verfügung.

Da der Informationsnachmittag aufgrund der Corona-Vorschriften entfallen musste, finden Sie weiter unten einige Informationen und Wissenswertes über unser umfangreiches Unterrichtsangebot

Herzlichst

Frank Stäblein

Schulleiter

Eine Musikschule für Alle, eine Musikschule vor Ort!

Am Samstag, den 9. Mai 2020 hätte der Informationsnachmittag der Kreismusikschule sicher wieder zahlreiche Interessierte angelockt, jedoch zwingt in diesem Jahr die Corona-Pandemie auch hier zur Absage. Da eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit in diesem Fall nicht möglich ist stellt sich die Musikschule auf diesem Wege vor und informiert über Unterrichtsformen, Unterrichtsorte und Unterrichtsstätten.

Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Bad Königshofen. Hier werden 30 Lehrkräfte und deren aktuell 800 Schüler koordiniert. Die Musikschule unterrichtet aktuell in 55 Unterrichtsräumen an 18 Städten und Gemeinden im Landkreis. Wir sind stets bemüht das Lehrangebot flächendeckend anzubieten. Die derzeitigen Unterrichtsorte befinden sich in Schulen und Vereinsheimen in Bad Neustadt, Bad Königshofen, Bastheim, Bischofsheim, Fladungen, Heustreu, Hohenroth, Mellrichstadt, Mittelstreu, Merkershausen, Mühlbach, Oberelsbach, Oberstreu, Salz, Stockheim, Willmars, Wollbach und Wülfershausen. Welches Lehrangebot wo unterrichtet wird richtet sich nach den jeweiligen Anmeldungen und sollte vorab im Sekretariat der Musikschule erfragt werden.

Unsere Kreismusikschule ist dem Verband deutscher Musikschulen (VdM) und dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen (VBSM) angehörig. Hierdurch verpflichtet sich die Schule nur Fachlehrer mit abgeschlossenem Studium anzustellen. Dies ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu manch privaten Musikausbildungsstätten. Zentrale Aufgabe der Schule ist die Breitenförderung sowie die Begabtenauslese und die Begabtenförderung.

Die positiven Effekte beim Erlernen eines Musikinstrumentes und beim Singen sind mittlerweile mehrfach durch Langzeitstudien wissenschaftlich bewiesen . Zahlreiche Untersuchungen und Ergebnisse namhafter Universitäten stützen dieses Ergebnis. Musik stärkt die Konzentration, das Gedächtnis und trainiert die Sinne. Musizieren erfordert Disziplin, man schult seine Koordination und verbessert Stück für Stück seine eigene Motorik. Auch fördert Musik die sozialen Fähigkeiten durch das miteinander musizieren.

Die Musikschule bietet hierfür bestmögliche Ausbildung für eine musikalische Förderung von Anfang an bis ins hohe Alter. Von einem Angebot für Kleinkinder bis zu Seminaren für Erwachsene bietet die Kreismusikschule ein breitgefächertes, durchstrukturiertes Lehr- und Freizeitangebot.

Elementarbereich:

Die Grundstufe startet mit den Musikzwergen ab dem Alter von 24 Monaten in Begleitung ihrer Eltern. In diesen Kursen soll die ursprüngliche Freude der Kinder am Musikmachen, Musikhören, Bewegen und Tanzen geweckt und gefördert werden. So können die Kinder Musik frühzeitig als etwas Natürliches, Schönes und Lebensbereicherndes erfahren. In der Gruppe singen Kinder und Eltern gemeinsam Lieder, lernen rhythmische Verse, Fingerspiele und Kniereiter, lauschen Instrumenten, machen selbst Musik, hören, spüren und reagieren auf die Musik. Eine Eltern-Kind-Musikgruppe kann in hohem Maße zur emotionalen Sicherheit und zur frühkindlichen Hirnentwicklung beitragen. Die Kinder bekommen dadurch ein breites Spektrum an Herausforderungen verschiedenster Art: musikalisch-rhythmisch, kognitiv, sozial, emotional, motorisch, sensorisch und verbal. Die Musik ist hierbei Weg, Medium und Ziel.

Die Musikalische Früherziehung ab dem 4. Lebensjahr ist ein attraktives und bewährtes Lernangebot, dass schon viele Kinder genutzt haben. Die Kinder finden dabei Freude und Freunde. Sie gewinnen zusammen mit Gleichaltrigen einen ersten Zugang zur instrumentalen Welt der Musik. Alle Aktivitäten gehen vom Erleben und Denken des Kindes aus. Spiel und Geselligkeit sind dabei ebenso wichtig wie Konzentration und ernsthaftes Gestalten. So macht das Lernen Spaß und fördert zugleich Einstellungen, Verhaltensweisen und Lernhaltung, die die Kinder für die Zukunft vorbereiten.

Die MFE ist eine vorinstrumentale Musikerziehung in der die Kinder Musik in folgenden Aktionsbereichen kennenlernen und erleben: Sprechen und Gestalten von Versen und Geschichten,
Kennenlernen und Singen von alten und neuen Kinderliedern sowie die experimentelle Erfahrung mit der eigenen Stimme. Kennenlernen des Orff`schen Instrumentariums in Form von Imitation, Improvisation, Reproduktion und geplanter Gestaltung von Liedbegleitungen oder Instrumentalstücken, Bewegung und Tanz, Spielen und Malen, Schulung des Gehörsinnes.

Kennenlernen graphischer Notation, Einführung in die traditionelle Notation, Notenschlüssel, Notenlinien und Notenzwischenräume und die Einführung in musikalische Parameter wie z. B. Lautstärke und Tempo. Im gleichen Alter beginnen auch die Singklassen mit dem Ziel der Entwicklung und Förderung aller musikalischen Fähigkeiten. Auch hier werden Begabungsrichtungen erkannt und notwendige Grundlagen im rhythmischen Bereich hinsichtlich dem späteren Instrumentalspiel erlernt.

Darüber hinaus ist die Entwicklung einer organisch richtig geführten und gut
klingenden Kinderstimme ein besonderes Anliegen. Durch den bewussten Umgang
mit der Stimme wird die Grundlage für eine nachfolgende intensive vokale Schulung gelegt.
In der musikalischen Arbeit in den Singklassen dient die Vermittlung des Liedgutes und die Pflege des Liedes der elementaren Musikerziehung und fördert so die Sensibilisierung und Emotionalisierung des Schülers. Die Liedauswahl ist kindgemäß und erfolgt nach musikalischen Kriterien. Durch die kontinuierliche Arbeit soll dabei dem Kind ein sicherer Umgang mit der eigenen Musikalität sowie ein stetiger Zuwachs an musikalischer Erfahrung vermittelt werden.
Besonders Kinder, die noch gar kein Gefühl für ihre Stimme haben (z.B. keinen
Ton oder Melodie nachsingen können), werden in den Singklassen intensiv betreut und geschult. Erfahrungsgemäß können 99 % aller „Brummer“ das Singen erlernen.

An die Musikalische Früherziehung kann entweder schon der Instrumental- oder Gesangsunterricht anschließen oder die Musikalische Grundausbildung in Form von Spielkreisen (Spielkreis Bongos, Spielkreis Xylofon, Spielkreis Gitarre). Im Unterschied zur Musikalischen Früherziehung ist bei den Spielkreisen der Unterricht spezieller ausgerichtet. Die Kinder erlernen die Grundtechniken des Instrumentes, gewinnen Einblicke in die Musiklehre und entwickeln eine Klangvorstellung, die ihnen im Ausblick auf einen späteren Instrumentalunterricht von Nutzen sein wird. Der positive Effekt des Zusammenmusizierens ist wegbereitend.

Instrumentalausbildung:

Wer den Wunsch hegt ein Musikinstrument zu lernen hat meist klare Vorstellungen, jedoch ist die richtige Wahl des Instrumentes die Grundlage für den späteren Spaß beim Spielen und den gewünschten Lernerfolgen. Grundsätzlich kann Jeder jedes Instrument erlernen, jedoch sollten die körperlichen Voraussetzungen auch zum ausgesuchten Instrument passen. Wer beispielsweise Stärken in der Feinmotorik besitzt hat sicherlich keine Probleme ein Klavier, eine Gitarre oder ein Saxophon zu erlernen. Wer seine Stärken in der Grobmotorik sieht wird am Schlagzeug oder an der Posaune schnell Erfolge erzielen. Koordination wird bei jedem Instrument benötigt.

Das optimale Einstiegsalter für den Instrumentalunterricht ist bei fast allen Instrumenten das Grundschulalter. Bei den Blasinstrumenten muss die Lungenfähigkeit entwickelt sein. Bei den Trompeten- und Waldhornschüler*innen sowie bei den Klarinetten und Saxophonschüler*innen muss der Zahnwechsel der vorderen Zahnreihe abgeschlossen sein. Eine feste Zahnspange im Laufe der Ausbildung erschwert erfahrungsgemäß das Erlernen eines Blechblasinstrumentes, ist aber für diesen Zeitraum mit entsprechender Literatur überbrückbar.

Momentan können an der Kreismusikschule folgende Instrumente erlernt werden: Violine, Viola, Blockflöte, Klavier, Gitarre, E-Gitarre, Klarinette, Saxophon, Querflöte, Trompete, Waldhorn, Tenorhorn, Bariton, Posaune, Tuba und Schlagzeug und Gesang. Seit diesem Schuljahr wird zudem ein neues Ausbildungskonzept angeboten, welches behinderten Menschen ermöglicht ein Instrument in einer inklusiven Gruppe zu erlernen. Weiterhin steht eine gewisse Anzahl an Leihgitarren, Leihklarinetten, Querflöten und Trommeln für die Anfänger zur Verfügung. Egal welches Instrument man lernen möchte, sollte ein Instrument nie ohne Absprache mit den Instrumentallehrern gekauft werden. Das Erlernen eines Instrumentes soll aber keineswegs den Kindern und Jugendlichen vorbehalten werden. Auch im Alter kann mit natürlich noch mit dem Musizieren beginnen werden und richtig viel Spaß haben.

Ergänzungsangebote:

Im Laufe der Ausbildung wird allen Schülern die Möglichkeit eröffnet ihre Spielfreude und ihren Ehrgeiz auch in einer Gruppe mit einzubringen. So unterstützt die Kreismusikschule gerne die Musikvereine und Chöre unseres Landkreises deren Mitglieder zusätzlich reduzierte Unterrichtsgebühren erhalten.

Die Musikschule selbst bietet einige Möglichkeiten um seine Fähigkeiten in der Gemeinschaft zu teilen, zusammen zu musizieren und vielleicht auch mal ein Konzert zu spielen. Neben vielen kleineren Instrumentalensembles bietet das Große Gitarrenensemble den Gitarristen jeden Alters die Möglichkeit in der Gruppe zu musizieren. Das Querflötenorchester „Cocopelli“ und das Drumcorps „schlagARTig“ sind durch zahlreiche öffentliche Auftritte mittlerweile auch über die Grenzen des Landkreises bekannt. Die Junior-Bigband und die Band der Musikschule stehen für fetzige Musik. Alle Ensembles sind auch für externe Musiker zugänglich.

Als Semesterkurse werden für Erwachsene der Kurs „Einfach Trommeln“ für Einsteiger ohne musikalische Vorbildung angeboten und für die Blech- und Holzbläser gibt es Ensembles, die für Wiedereinsteiger und Musiker, die sich fortbilden wollen, genau das richtige sind. Die hier gespielte Literatur hebt sich von der der Musikvereine deutlich ab. Diese Kurse beginnen im Oktober und enden Ende März. Ein weiteres Projekt ist das Rhön-Saale-Orchester, welches gerade die Streicher anspricht und die jeweilige Arbeitsphase mit einem Konzert im Landkreis krönt. Ein jährlich wiederkehrendes Projekt ist das Seminar „wir singen“ der stellvertretenden Schulleiterin und Gesangspädagogin Henrike Rottmann.

Zusammengefasst bietet die Kreismusikschule ein umfassendes Lehr- und Spielangebot für alle Generationen. Ihr Kind oder auch Sie selbst können sich darauf verlassen, eine fundierte Ausbildung und qualifizierte Lehrkräfte für Ihr jeweils ausgesuchtes Instrument oder den gewünschten Lehrgang zu erhalten.

Anmeldung:

Die Anmeldungen für das kommende Schuljahr 2020/2021 werden ab sofort entgegengenommen. Die Planung für das kommende Unterrichtsjahr enden am 31. Mai, jedoch informiert die Schulleitung, dass ganzjährig eine Anmeldung möglich ist und je nach freier Kapazität auch ein Einstieg während des Schuljahres stattfinden kann. Falls Sie sich noch nicht sicher sind, welches Instrument Sie oder Ihr Kind lernen möchten oder Sie oder Ihr Kind das gewünschte Instrument einmal ausprobieren möchten, nehmen wir gerne Ihren Wunsch auf eine Schnupperstunde entgegen.